Erfolgreich eigene Sprachcafés organisieren

Welche Sprachen?

Das hängt davon ab, wie der Bedarf in deiner Umgebung ist. Ich wohne in einer sehr internationalen Stadt. Daher habe ich mit einem internationalen Sprachcafé begonnen. Hier finden sich die gesprochenen Sprachen am jeweiligen Abend spontan. Meistens sind wir 15-25 Personen und es sind Deutsch-, Englisch-, Französisch-, Spanisch- und Italienisch-Spechende Menschen dabei.

Nach zwei Jahren regelmäßiger internationaler Sprachcafés haben sich Teilnehmer gefunden, die ein eigenes Sprachcafé in einer bestimmten Sprache (italienisch, französisch, spanisch und englisch) anbieten.Hier kannst du Muttersprachler ansprechen, ob sie Interesse haben einen Sprachstammtisch in ihrer Sprache anzubieten.

Ist in deiner Stadt der Bedarf einer bestimmten Sprache groß, ist es sinnvoll damit anzufangen.

Wie anfangen?

Finde einen passenden Raum, zum Beispiel in einem Café, Restaurant, Kneipe. Oder du hast Zugang zu einem allgemein zugänglichen Raum, zum Beispiel in einem Jugend-, Gemeinde-, Seniorenzentrum, den du dafür nutzen kannst.

Optimal ist es, wenn der Raum etwas ruhiger ist, die Gruppe bis zu 25 Personen wachsen kann und es nicht unbedingt einen Konsumzwang gib. Hast du einen guten Ort gefunden kann es sinnvoll sein, immer diesen für dein Sprachcafé zu nutzen. Dann wissen die Teilnehmer, dass zum Beispiel in zwei Wochen wieder hier der Stammtisch statt findet. Manche Sprachcafés sind jedes mal wo anders, was es interessanter machen kann.

Finde einen dir passenden Tag. Du solltest immer Zeit haben, da du gerade in der Anfangszeit als Organisator/in bei den Treffen immer dabei bist. Der Raum sollte in dieser Zeit Platz für genügend Personen haben. Optimal sind Tage, an denen der Raum sehr schlecht besucht ist.

Wenn du regelmäßig mit deiner Gruppe kommst, kannst du eventuell mit dem Wirt auch aushandeln, dass ihr ein besonderes Angebot/bessere Preise bekommt. Denn immerhin füllst du den Laden regelmäßig mit 5-25 Personen. Und das in einer Zeit, in der er eigentlich leer ist. Ob du einen Tisch reservieren musst, machst du bitte mit dem Chef/der Chefin des Ladens aus.

Wie oft?

Das hängt davon ab, wie oft du als Organisation Zeit hast und wie groß der Andrang ist. Gute Erfahrungen habe ich mit wöchentlichen und zweiwöchentlichen Treffen gemacht.

Kommen in deiner Region nicht so viele Menschen zusammen, könnt ihr euch auch einmal im Monat treffen. Zum Beispiel jeden dritten Dienstag im Monat.

Mache dein Treffen bekannt!

Offline

Das kannst du in der fühlbaren Welt machen, indem du es in deinem Bekanntenkreis erzählst, und Abreißzettel an öffentlichen Orten und Schwarzen Brettern aufhängst, oder Handzettel (Flyer) auslegst.

Hier eignen sich Orte, an denen viele Menschen vorbei kommen und an denen es erlaubt ist Zettel aufzuhängen. Zum Beispiel an der Universität, Hochschule, (Sprach-)Schule, Volkshochschule,  Seniorenzentrum, Jugendzentrum, Touristeninformationszentrum.

Wichtig ist, dass eine Information am, oder in dem Raum hängt, in dem ihr euch trefft.

Bitte sprich vor dem Auslegen, und Aufhängen mit dem Besitzer, oder dem Sekretariat, ob dies an dieser Stelle erlaubt ist. Oft ist ist das auch noch einmal zusätzliche Werbung.

 Online bekannt machen

 Auf dieser Website: Das Ziel von Sprachcafe.org ist es Sprachtreffen aufzulisten, bekannt zu machen und zentrale Anlaufstelle für alle zu sein, die sich informieren und Sprachtreffen organiseren möchten.

Wenn du also hier ein Sprachcafé in deiner Stadt regelmäßig anbieten möchtest, schicke mir eine E-Mail über das Kontaktformular. Ich richte dir dann ein Benutzerkonto ein, mit dem du selbstständige die Treffen hier eintragen kannst.

Zusätzlich kann es sinnvoll sein, auf anderen Websites wie Facebook, Google+, BeWelcome, Ebay Kleinanzeigen, Quoka, … kostenlos zu inserieren. Von diesen Plattformen kannst du immer wieder auf deine Veranstaltung hier auf der Website verlinken.

Welche Informationen sollten enthalten bei einer Veröffentlichung sein?

  • Was? Titel der Veranstaltung.
    Beispiel: „Internationales Sprachtreffen“
  • Was? Kurze Beschreibung zu dem Treffen.
    Beispiel: „wir treffen uns jeden zweiten Freitag zu einem lockeren Sprachstammtisch für die Sprachen x,y,z,… im Café Soundso in der Beispielstadt“.
  • Wann? Genaues Datum, Uhrzeit und Häufigkeit des Treffens
  • Wo? Ort des Treffens
  • Wer? Name und Handynummer der Organisation
  • Optional: Wer? Die Zeilgruppe des Treffens. (In der Regel lasse ich das offen)